Das Problem an KI-geschriebenen Bewerbungen ist nicht die Grammatik, sondern die Erfindung. Ein Sprachmodell, das eine überzeugende Bewerbung schreiben soll, ergänzt bereitwillig Abschlüsse, Jahreszahlen und Kenntnisse, die nie genannt wurden – und im Vorstellungsgespräch fällt das auf.
Dieses Werkzeug arbeitet deshalb mit einer strengen Vorgabe: Es verwendet ausschliesslich, was du angibst. Fehlt etwas Wichtiges, bleibt an dieser Stelle ein Platzhalter in eckigen Klammern stehen, den du selbst füllst.
Was ein Anschreiben leisten muss
Es beantwortet eine einzige Frage: Warum diese Person für diese Stelle? Alles, was diese Frage nicht beantwortet, kann weg. Der Lebenslauf zeigt bereits, was du gemacht hast; das Anschreiben zeigt, warum das zu der ausgeschriebenen Aufgabe passt.
Konkret heisst das: Beziehe dich auf zwei oder drei Anforderungen aus der Stellenanzeige und belege jede mit etwas, das du tatsächlich getan hast. Ein Satz mit einem nachprüfbaren Beispiel wirkt stärker als drei Sätze über Teamfähigkeit und Belastbarkeit.
Formulierungen, die nichts sagen
„Hiermit bewerbe ich mich“ verbraucht die erste Zeile für eine Information, die aus dem Betreff hervorgeht. „Mit grossem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen“ steht in fast jeder Bewerbung. „Ich bin motiviert, teamfähig und belastbar“ ist eine Behauptung ohne Beleg und wird entsprechend gelesen.
Das Werkzeug vermeidet diese Wendungen bewusst. Der erste Satz soll stattdessen etwas Konkretes benennen – die Aufgabe, die Erfahrung, die Verbindung zwischen beiden.
Form und Länge
Eine Seite, etwa 250 bis 350 Wörter, drei bis vier Absätze. Oben deine Kontaktdaten, dann das Unternehmen, rechts das Datum, dann eine Betreffzeile mit der genauen Stellenbezeichnung und, wenn vorhanden, der Referenznummer. Die Anrede möglichst mit Namen; steht in der Anzeige keiner, ist „Sehr geehrte Damen und Herren“ korrekt und unauffällig.
Lies den Entwurf anschliessend laut. Alles, was du so nie sagen würdest, schreibst du um – das ist der zuverlässigste Test dafür, ob ein Text nach dir klingt oder nach einer Vorlage.
Bevor du verschickst
Prüfe jede Tatsachenbehauptung im Entwurf gegen deinen Lebenslauf: Zeiträume, Titel, Arbeitgeber, Kenntnisse. Prüfe Firmenname und Stellenbezeichnung auf Schreibweise. Und ersetze jeden verbliebenen Platzhalter – ein Anschreiben mit einer eckigen Klammer darin ist schlimmer als gar keins.
Weitere Werkzeuge findest du in der Übersicht aller Werkzeuge.